• Liederabend mit FRANZISKA GOTTWALD (Gesang) und ERIKA LE ROUX (Klavier)

    Samstag, 19. August 2017, 19:30 Uhr im Fürstensaal des Landgrafenschlosses Marburg

Liederabend mit Franziska Gottwald (Gesang) und Erika le Roux (Klavier)

Samstag, 19. August 2017, 19:30 Uhr im Fürstensaal des Landgrafenschlosses Marburg

Franziska Gottwald – Gesang
Erika le Roux – Klavier

 

Programm

Robert Schumann (1810–1856):

Der Schatzgräber op. 45 Nr. 1
Mein Wagen rollet langsam op. 142 Nr. 4
Widmung aus Myrthen op. 25 Nr. 1
Belsazar op. 57

Johannes Brahms (1833–1897):

Feldeinsamkeit op. 86 Nr. 2
Salamander op. 107 Nr. 2
Mainacht op. 43 Nr. 2
Von ewiger Liebe op. 43 Nr. 1

Edvard Grieg (1843–1907): Lieder op. 48

1. Gruß
2. Dereinst, Gedanke mein
3. Lauf der Welt
4. Die verschwiegene Nachtigall
5. Zur Rosenzeit
6. Ein Traum

Gustav Mahler (1860–1911): Lieder eines fahrenden Gesellen

Wenn mein Schatz Hochzeit macht
Ging heut morgen übers Feld
Ich hab ein glühend Messer
Die zwei blauen Augen

Joseph Haydn (1732–1809): aus der Kantate Ariadne auf Naxos für Stimme und Klavier Hob. XXVIb:2

Arie: Largo
Rezitativ
Aria: Larghetto, Allegro

 

Franziska Gottwald, Gesang

Franziska Gottwald©Paul Leclaire

Franziska Gottwald ist in Marburg an der Lahn geboren und in Amöneburg aufgewachsen. Sie sang während ihrer Schulzeit im Marburger Bachchor und wurde dort bereits mit ihrer ersten kleinen Solorolle betraut. Nach dem Studium für Gesang in Saarbrücken, Hannover und Weimar war sie für 4 Jahre festes Ensemblemitglied am Deutschen Nationaltheater in Weimar.

Gastverträge führten Franziska Gottwald u. a. an die Opernhäuser in Köln, Stuttgart, Hannover, Wiesbaden, Toulouse, Venedig, Bilbao, Basel und an die Komische Oper Berlin. Ihr Anliegen, die Kraft von Musik und Darstellung sich gegenseitig beflügelnd zu verbinden, kam so zur Geltung in Partien wie Cherubino und Sesto (Mozart), Ariodante und Ruggiero (Händel), Orfeo (Gluck), Hänsel (Humperdinck) oder Prinz Orlofsky (J. Strauss).

Franziska Gottwald war Solistin mit so herausragenden Orchestern wie dem Gewandhaus Orchester Leipzig, dem Venice Baroque Orchestra, dem Concertgebouw Orchestra, dem Amsterdam Baroque Orchestra, Musica Antiqua Köln, Concerto Köln, der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Ensemble Resonanz, dem NDR und MDR Sinfonieorchester oder den Bamberger Symphonikern.

Konzertreisen mit Werken des Barock über die Romantik bis zur Moderne führten sie nach Japan, Südafrika, Kanada, Südostasien und durch ganz Europa. Orchesterwerke wie Dvořáks Biblische Lieder, Das Lied von der Erde von Mahler, Verdis Requiem oder Berlioz’ Les nuits d’été standen dabei ebenso auf dem Programm wie Mozart oder Händel Solo-Arienabende. So war sie 2015–16 u. a. zu Gast in den Konzerthallen von London, Madrid, Amsterdam, Yokohama, Florenz, Tel Aviv und Jerusalem, Stavanger, Basel, Bilbao, Köln, Dresden und Baden-Baden.

Die 1. Preisträgerin des Internationalen Bachwettbewerbs hat ebenfalls einen reiche Erfahrungsschatz im Bereich der historisch informierten Aufführungspraxis durch die langjährige Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Reinhard Goebel, Ton Koopman, Andrea Marcon, Fabio Biondi, Konrad Junghänel, Christoph Spering und vielen anderen.

Franziska Gottwald erscheint als Solistin auf verschiedenen CD-Produktionen, wie Merope von Vivaldi unter Fabio Biondi oder L'Olimpiade: The Opera unter Markellos Chryssicos. Genannt sei auch im Besonderen die Aufnahme des Samson von Händel unter Nicholas McGegan.

Weiteres siehe http://www.franziskagottwald.de/

Erika le Roux, Klavier

Erika Le RouxErika le Roux, geboren in Johannesburg/Südafrika, erhielt ihre pianistische Ausbildung bei Barbara van Wijk, Dr. Adolph Hallis, Dr. Sofia Moshevich und Pauline Nossel, begleitet von Studien an der Universität Südafrika in Pretoria, wo sie Performers Licentiate in Klavier sowie Performers Licentiate in Liedbegleitung und Kammermusik erwarb. Bereits 1982 gehörte sie zu den Preisträgern der internationalen Klavierwettbewerbe in Pretoria und Montevideo. In den folgenden Jahren entwickelte sie sich zu einer der führenden Pianisten-Persönlichkeiten ihrer Heimat, nicht nur als Konzertpianistin, sondern auch als gesuchte Kammermusikerin und Lied-Begleiterin. Konzertreisen führten sie nunmehr nach Südamerika und Europa (England, Belgien, Italien, Ungarn etc.). Noch in Südafrika sammelte sie viel Kammermusikalische Erfahrung als langjährige Mitglied eines Klaviertrios. Dazu hatte sie auch die Gelegenheit, das ganze Violine-, Cello- und Holzbläserrepertoire einzuspielen. 1992 gewann sie den von der UNESCO vergebenen Grand Prix de la Ville de Dakar. Seit 1994 lebt sie in Deutschland und entwickelte hier eine vielfältige Tätigkeit als ebenso gesuchte wie engagierte Kammermusik-Pianistin und Liedbegleiterin, die über ein immenses Repertoire verfügt und dieses durch ihre phantasievolle Neugierde und stupende musikalische Auffassungsgabe ständig mit Leichtigkeit erweitert. In 1998 war sie Solistin auf der Südafrikatournee des Landesjugendorchesters Rheinland-Pfalz. Als Solistin ist sie schon aufgetreten mit dem Hessischen Staatsorchester, Philharmonisches Staatsorchester Mainz sowie zahlreiche Orchestern in Südafrika und Südamerika. Sie ist Partnerin und Coach von solch namhaften Sängerinnen und Sängern wie Yvonne Naef, Eike Wilm Schulte, Sue Patchell, Nadine Secunde, Allan Evans, Gail Gilmore, John Treleaven, Fernando del Valle, Heidrun Kordes, Keith Ikaia-Purdy u. v. a.

Sie konzertierte in Deutschland u. a. bereits beim Schleswig-Holstein-Festival, Rheingau-Musik-Festival, Wiesbadener Maifestspiele, Wiesbadener Mozartgesellschaft, Villa Musica und RheinVokal Festival. Mit Yvonne Naef gab sie schon Liederabende in der Brucknerhalle Linz, im Opernhaus Zürich, beim NDR Hannover und in der Tonhalle Luzern.

Sie war schon oft tätig als Pianistin bei Meisterkursen von u. a. Brigitte Faßbaender und James Wagner. Im Rahmen der Kammermusikreihe des Hessischen Staatstheaters hat Erika le Roux seit 1994 Kammermusik in alle Besetzungen und Epochen vorgetragen. Ihre Arbeit wird durch Einspielungen von CDs und Aufnahmen bei Funk- und Fernsehanstalten vervollständigt.

Als Operncoach verfügt sie über eine Repertoire von über 100 Opern, von Monteverdi bis zur Klassischen Moderne und der Avantgarde. Bereits in ihrer Heimat begann sie zu dirigieren bei Produktionen der Nationalen Opernschule in Pretoria, wo sie von 1990 bis 1993 als Dozentin tätig war. In Deutschland hat sie Produktionen von Brundibar (Hans Krasa), Amahl and the Night Visitors (Giancarlo Menotti), Carmen und My Fair Lady sowie die Petite Messe Solennelle von Rossini dirigiert.

 

Franziska Gottwald als Sesto in W. A. Mozarts La clemenza di Tito an der Oper Köln