• WEIMARER BLÄSERQUINTETT: VON DER KLASSIK ZUR MODERNE

    Freitag, 31. August 2018, 19:30 Uhr, Fürstensaal des Landgrafenschlosses Marburg

„Von der Klassik zur Moderne“ –
Das Weimarer Bläserquintett spielt Werke von J. Haydn, Gy. Ligeti u. a.

Freitag, 31. August 2018, 19:30 Uhr im Fürstensaal des Landgrafenschlosses Marburg

Ausführende

Weimarer Bläserquintett

Tomo Jäckle – Flöte
Frederike Timmermann – Oboe
Sebastian Lambertz – Klarinette
Stephan Schottstädt – Horn
Jacob Karwath – Fagott

 

Programm

Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791): Die Zauberflöte KV 620, Ouvertüre (bearb. von Joachim Linckelmann)
Elliot Carter (1908–2012): Bläserquintett
Joseph Haydn (1732–1809): Divertimento B-Dur (bearb. von Harold Perry)
György Ligeti (1923–2006): Sechs Bagatellen für Bläserquintett
Anton Reicha (1770–1836): Bläserquintett F-Dur op. 88 Nr. 6

 

 

Das Weimarer Bläserquintett

Weimarer Bläserquintett, Foto: Holger Widera

Bereits 2006 erzielte das Weimarer Bläserquintett 2006 einen 3. Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München. 2010 unterstrich das Ensemble seine Qualität und wurde beim Deutschen Musikwettbewerb mit einem Stipendium der Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler ausgezeichnet.

Die fünf jungen Musiker Tomo Jäckle (Flöte), Frederike Timmermann (Oboe), Sebastian Lambertz (Klarinette), Stephan Schottstädt (Horn) und Jacob Karwath (Fagott) gaben bereits 2002 mit der Teilnahme am Bundeswettbewerb Jugend musiziert ihr Debüt – und das mit hervorragendem Erfolg: Ihnen wurde ein 1. Preis mit Höchstpunktzahl zuerkannt. Die weitere intensive Zusammenarbeit ermöglichte es ihnen 2004 auch auf internationaler Ebene beim European Music Prize for Youth in Dubrovnik mit einem 1. Preis ausgezeichnet zu werden. Ferner würdigte die Jury auch das hervorragende Zusammenspiel mit dem Sonderpreis Special Prize for Best Performance. Im Jahr 2005 folgte ein 3. Preis beim Internationalen Kammermusikwettbewerb Interlaken.

Seither konzertiert das Ensemble auf bedeutenden Podien, dazu zählen Auftritte u. a. in der Kölner Philharmonie, der Tonhalle Düsseldorf, dem Konzerthaus Berlin, der Essener Philharmonie und dem Herkulessaal München. Darüber hinaus war das Quintett bereits bei zahlreichen Festivals und renommierten Kammermusikreihen wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, dem Mozartfest Würzburg, dem Zermatt Festival – wo es u. a. gemeinsam mit dem Scharoun Ensemble Berlin konzertierte –, dem Marler Debüt und den Traunsteiner Sommerkonzerten zu Gast. Die Konzerttätigkeit ergänzend arbeitete das Ensemble bei Rundfunkaufnahmen und Live-Mitschnitten über die Jahre regelmäßig mit den Anstalten des BR, SWR, WDR und MDR etc. zusammen und brachte 2012 seine Debüt-CD „Weimarer Bläserquintett – Ein Konzerterlebnis“ heraus. Auch auf internationaler Ebene hinterlässt das Quintett seine Spuren. So folgten die fünf jungen Musiker bereits mehreren Einladungen des Goethe-Instituts bzw. des Auswärtigen Amts mit Konzerttourneen nach Indien, Südkorea und Rumänien. Überdies runden zwei Tourneen auf dem luxuriösesten Kreuzfahrtschiff der Welt – der MS Europa – sowie Konzerte z. B. beim Bundespräsidenten das exklusive Spektrum an Verpflichtungen ab. Es ist dem Weimarer Bläserquintett ebenfalls eine Berufung, sein über Jahre der gemeinsamen Arbeit erworbenes Wissen an die folgenden Generationen weiter zu geben. So ergänzen die Musiker ihr Wirken um regelmäßig stattfindende Akademien, Kurse und Masterclasses. Gefördert wird das Quintett von der Deutschen Stiftung Musikleben.

Weiterführende Informationen: http://www.wbquintett.de/de/

Tomo Andreas Jäckle – Flöte

Tomo Jäckle, Foto: Martin Bühler

Bereits mit vier Jahren spielte Tomo Andreas Jäckle Klavier und begann im Alter von zehn Jahren mit dem Querflötenunterricht bei Burkhard Jäckle, Soloflötist der Münchner Philharmoniker. Von 2002 bis 2006 war er Student bei Andrea Lieberknecht an der Hochschule für Musik Hannover, von 2006 bis 2008 studierte er bei Michael Kofler am Mozarteum in Salzburg. Tomo Andreas Jäckle war mehrfach Bundespreisträger bei Jugend musiziert und wurde 1998 mit dem Sparkassen-Sonderpreis ausgezeichnet. 1999 erhielt er den Erlanger Sonderpreis für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Stückes. Er war Mitglied in verschiedenen Orchestern, wie dem Bayerischen Landesjugendorchester und dem Bundesjugendorchester. Es folgten Arbeitsphasen mit der Jungen Deutschen Philharmonie und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Zudem trat Tomo Jäckle mehrfach solistisch auf, unter anderem mit dem Philharmonischen Orchester Bad Reichenhall. Seit der Spielzeit 2006/07 ist er Flötist beim Philharmonischen Orchester der Oper Kiel.

Frederike Timmermann – Oboe

Frederike Timmermann, Foto: Martin Bühler

Frederike Timmermann erhielt von 1994 an neben Blockföte, Klavier und Gesang Oboenunterricht an der Westfälischen Schule für Musik bei Klaus Storm. Sie war mehrfach, sowohl solistisch als auch kammermusikalisch, Preisträgerin beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert und erhielt 2002 den Sparkassenförderpreis NRW. 2001 wurde Frederike Timmermann Jungstudentin bei Gernot Schmalfuß an der Hochschule für Musik Detmold, bis sie 2002 in die Klasse von Klaus Becker an der Hochschule für Musik Hannover aufgenommen wurde. Sie war außerdem Mitglied im Landesjugendorchester NRW und sammelte weitere Erfahrungen u. a. 2007 im Schleswig-Holstein-Festivalorchester. 2008 legte sie ihr Diplom ab und studierte anschließend noch weiter in der Solistenklasse. Von 2010 bis 2011 hatte Frederike Timmermann einen Zeitvertrag als Solo-Oboistin am Staatstheater Braunschweig, von 2011 bis 2012 beim Stadttheater Flensburg und von 2012 bis 2013 beim Philharmonischen Orchester Lübeck inne. Seit 2013 ist sie in selbiger Position wieder am Stadttheater Flensburg angestellt.

Sebastian Lambertz – Klarinette

Sebastian Lambertz, Foto: Martin Bühler

Sebastian Lambertz erhielt seinen ersten Klarinettenunterricht im Alter von zehn Jahren. Nach seiner Zeit als Jungstudent in Düsseldorf bei Ulf Rodenhäuser studierte Sebastian bei Martin Spangenberg in Weimar und Ralph Manno in Köln. Sein erstes Orchesterengagement trat er schon zu Studienzeiten an: Sebastian Lambertz spielte von 2010 bis 2012 im Orchester der Staatsoper Hannover Klarinette und Bassklarinette. Als Solist war er auch mit den Bergischen Symphonikern zu hören. Schon lange gilt sein Interesse nicht nur der Musik, sondern der Kunst im Allgemeinen. So gründete er 2012 das „ensemble rhapsodie“ mit dem Ziel, durch spartenübergreifendes Arbeiten und interdisziplinäre Projekte eine eigene Kunstsprache zu entwickeln. 2013 gelang Sebastian Lambertz ein bedeutender internationaler Schritt. Seit September dieses Jahres studiert er bei Charles Neidich in New York.

Stephan Schottstädt – Horn

Stephan Schottstädt, Foto: Martin Bühler

Stephan Schottstädt entschied sich nach neun Jahren Trompetenunterricht 1997 für das Horn. Schon bald wurde er Jungstudent an der Hochschule für Musik Köln bei Paul van Zelm und studierte dort anschließend bis zum Vordiplom. Stephan Schottstädt wechselte 2006 an die Musikhochschule Stuttgart zu Christian Lampert, wo er 2008 sein Diplom mit Auszeichnung ablegte. Er war mehrere Jahre Hornist im Landesjugendorchester NRW sowie im Bundesjugendorchester und von 2003 bis 2009 Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie. 2004 bis 2006 spielte er als Akademist bei den Düsseldorfer Sinfonikern. Es folgten Aushilfen u. a. an der Oper Frankfurt, der NDR Radiophilharmonie und den Bamberger Symphonikern. 2008 hatte Stephan Schottstädt einen Zeitvertrag an der Staatsoper Stuttgart inne. Von 2009 bis 2010 war er Mitglied der Württembergischen Philharmonie Reutlingen und von 2010 bis 2011 beim Staatstheater Kassel und spielt seit 2011 beim Staatsorchester Hannover. Zudem ist er seit 2013 Mitglied des Orchesters der Bayreuther Festspiele und erweitert sein kammermusikalisches Schaffen mit dem Ensemble german hornsound.

Jacob Karwath – Fagott

Jacob Karwath, Foto: Martin Bühler

Jacob Karwath begann nach erstem Violinunterricht mit 14 Jahren das Fagottspiel zu erlernen und bestand im Folgenden die Aufnahmeprüfung am Musikgymnasium Schloss Belvedere Weimar bei Manfred Beyer. Von 1997 bis 2001 war Jacob Karwath Jungstudent bei Georg Klütsch an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar. Nach seinem dort anschließenden Studium bei Frank Frank Forst wechselte er 2006 an die Hochschule für Musik Köln zu Georg Klütsch. 1999 war er Preisträger beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert, 2000 erhielt er einen 1. Preis beim Wettbewerb des Musikgymnasiums Weimar und den Sonderpreis für Kammermusik. Im Zuge seiner Mitwirkung in zahlreichen Jugend- und Kammerorchestern hat Jacob Karwath bereits an mehreren Konzerttourneen, unter anderem nach Namibia, China und Kalifornien, teilgenommen bzw. war zu Gast im West-Eastern Divan Orchestra unter Daniel Barenboim. Weitere Orchestererfahrung sammelte er als Praktikant bei den Jenaer Philharmonikern und als Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie. Von 2009 bis 2013 war Jacob Mitglied der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz. Seit 2013 spielt er als stellvertretender Solofagottist beim Philharmonischen Orchester Augsburg.