Musik aus England
vom Mittelalter bis zur Neuzeit

Sonntag, 18. Oktober 2015, Fürstensaal des Landgrafenschlosses Marburg


Marburger Kammerorchester
Michael Muche – Leitung

 

Programm

Johann Christian Bach (1735–1782): Sinfonietta Nr. 1 A-Dur – Allegro – Rondo grazioso

Hubert Parry (1841–1918): Lady Radnor’s Suite – Prelude (Vivace)

Allemande (Allegretto grazioso) – Sarabande (Lento) – Bourrée (Allegro vivace) – Slow Minuet (Andante) – Gigue (Vivace)

Peter Warlock (1894–1939): Capriol Suite – Basse Danse (Allegro moderato) – Pavane (Allegro, ma un poco lento) – Tordion (Con moto) – Bransles (Presto) – Pieds-en-l’air (Andantino tranquillo) – Mattachins – Sword dance (Allegro con brio)

Frank Bridge (1879–1941): Suite for string orchestra – Prelude (Moderato) – Intermezzo (Allegretto grazioso) – Nocturne (Adagio molto) – Finale (Allegro vivo)

Edward Elgar (1857–1934): Serenade for Strings in E minor, Op. 20 – Allegro piacevole – Larghetto – Allegretto

 

 

Michael Muche – Dirigent

michael mucheAls Kind einer Kirchenmusikerfamilie sang Michael Muche schon früh in Chören, lernte Klavier und Geige, bekam Gesangsunterricht und spielte in Orchestern und Bands. Besonders prägend wirkte die Zeit als Sänger im Nordhessischen Kammerchor und im Kammerchor St. Jacobi Göttingen.
Von 2004 bis 2012 studierte er an der Dresdner Musikhochschule Dirigieren und Schulmusik mit Mathematik als wissenschaftlichem Zweitfach. Das Studium schloss er 2012 mit dem Diplom ab. Während des Studiums dirigierte er verschiedene sächsische Orchester wie das Orchester der Landesbühnen Sachsen und die Erzgebirgische Philharmonie Aue. Erste Erfahrungen als Operndirigent sammelte er in Produktionen der Opernklasse der Musikhochschule.

Parallel zum Studium arbeitete Michael Muche als musikalischer Assistent beim Jugendsinfonieorchester Dresden und dirigierte das Werkstattorchester Dresden e. V. Außerdem war er Chorleiter der ökumenischen Kantorei der Dresdner Weinbergskirche.

Nach dem Studium führte ihn ein Gastvertrag zu den Thüringer Schlossfestspielen in Sondershausen (Mozart: „Entführung aus dem Serail“). Außerdem unterrichtet er seit 2012 Chorleitung an der kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte in Schlüchtern und ist musikalischer Assistent beim Uniorchester in Gießen. Aktuelle Engagements führen ihn u. a. als Pianisten zur Musical-Produktion „Billy Elliot“ in Hanau und zum Marburger Oktett für die musikalische Leitung des Oratoriums „Jan Hus“ von Carl Loewe. Der Trinity International Concert Choir in Frankfurt berief ihn im Juni 2015 zum neuen Musical Director.

Das Marburger Kammerorchester

Marburger Kammerorchester

Das Marburger Kammerorchester ging 1962 aus dem bereits seit 1958 bestehenden „Kammermusikkreis der Elisabethkirche Marburg“ hervor. Unter der Leitung seines Gründers Horst Pusch († 2007) gab es regelmäßig Konzerte in Marburg, gelangte schon bald zu überregionaler Bedeutung und wurde zu Kirchenkonzerten in ganz Hessen und darüber hinaus verpflichtet. Rundfunkaufnahmen und Konzertreisen, unter anderem im Rahmen der Städtepartnerschaften Marburgs nach Maribor, Poitiers und Eisenach, schlossen sich an. Namhafte Solisten haben mit dem Orchester zusammen musiziert.

Den Kern des Marburger Kammerorchester bilden etwa 15 bis 20 Musiker, teils professionelle Instrumentalisten, teils ambitionierte Laien. Im vielseitigen Marburger Musikleben, welches in den 1990er Jahren nach und nach durch zwei junge Sinfonieorchester bereichert wurde, spielt das Marburger Kammerorchester weiterhin eine unverwechselbare Rolle.

Es bestreitet jährlich eine Reihe von Konzerten, teils mit eigenem Programm, teils als instrumentale Begleitung von Oratorien, Messen, Kantaten u. ä. bei Kirchenkonzerten in Marburg, im Marburger Raum und überregional. Regelmäßig tritt es bei den Marburger Schlosskonzerten auf. Bei Sinfoniekonzerten wird das Orchester durch professionelle Bläser aus der Region ergänzt. Sein 50-jähriges Jubiläum feierte das Marburger Kammerorchester im Mai 2012 mit einem großen sinfonischen Konzert. Zahlreiche ehemalige Mitglieder des Marburger Kammerorchester waren von weither angereist und erweiterten das Orchester auf 45 Streicher. Auch im Mai 2014 trat es in einem Abonnementskonzert des Marburger Konzertvereins in sinfonischer Besetzung auf.

Die musikalische Arbeit wurde nach der Erkrankung von H. Pusch 1996 von wechselnden Dirigenten geleitet, in den letzten Jahren vorwiegend von Arndt Heyer, gelegentlich auch von Andreas Weiss. Nach dem Ausscheiden von Arndt Heyer aus der gemeinsamen 15 Jahre währenden musikalischen Zusammenarbeit (Frühjahr 2014), für die das Marburger Kammerorchester ihm großen Dank schuldet, wurden durch eine Dirigentenausschreibung neue Orchesterleiter in die engere Wahl gezogen. Das Ergebnis der Wahl war ein Konzert mit Karin Hendel am 24.4.2015 und ein Konzert mit Michael Muche am 18.10.2015. Die endgültige Entscheidung fiel schwer, sie ist auf Karin Hendel gefallen. Mit ihr hat das Marburger Kammerorchester am 8. Mai 2016 ein attraktives Muttertagskonzert bestritten, in dem sie als Dirigentin, Solistin und Moderatorin auftrat und mit dem Marburger Kammerorchester das Publikum begeisterte.

Weitere Informationen: www.marburger-kammerorchester.de