• STYLUS PHANTASTICUS – Sonderkonzert zum Jahresschluss

    Freitag, 30. Dezember 2016, 19 Uhr, Hessisches Staatsarchiv Marburg

STYLUS PHANTASTICUS
Sonderkonzert* zum Jahresschluss

Freitag, 30. Dezember 2016, 19 Uhr, Hessisches Staatsarchiv Marburg

Martin Jopp – Barockgeige
Anne Marie Dragosits – Cembalo
Christian Zincke – Viola da gamba

 

Programm

Heinrich Ignaz Franz Biber (1644–1704): Sonata violino solo representativa A-Dur
    (Sonata) Allegro | Die Nachtigall | Cucu | Der Frosch | (Adagio) | Allegro: Die Henne. Der Hahn – Presto | Adagio: Die Wachtel | Die Katz | Musketier-Marsch | (Allemande)
Antonio Bertali (1606–1669): Sonata à 2 in d
Johann Jacob Froberger (1616–1667): Suite in a-moll (FbWV 630)
    Plainte faite à Londres pour passer la Melancolie
    Courante | Sarabande | Gigue
Heinrich Schmelzer (1623–1680): Sonata variatia in d
Johann Phillip Krieger (1649–1725): Sonata seconda à 2 d-moll (1693)
    Andante | Largo | Presto | Largo
    Aria d’inventione (10 Variationen)
Heinrich Schmelzer: Sonata variatia in d
Dietrich Buxtehude (1637–1707): Sonata B-Dur  BuxWV 273
    (Sonata) Ciaconna – Adagio – Allegro/Adagio/Allegro
    Allemande | Courante | Sarabande | Gigue
Johann Jacob Froberger (1616–1667): „Lamento per la dolorosa perdita della Real Ferdinando IV.
    Rè de Romani“ FbWV 612
Gottfried Finger (ca. 1660–1730): Sonata 2 A-Dur
    Adagio – Allegro – Adagio – Allegro – Adagio
Johann Paul Westhoff (1656–1705): Sonata „La guerra“ A-Dur
    Adagio con una dolce maniera – Allegro
    Tremulo Adagio
    Allegro ovvero un poco presto
    Adagio
    Aria (Adagio assai)
    La Guerra così nominata di sua maestà
    Aria (tutto Adagio)
    Vivace
    Gigue

 

* Achtung: Dieses Konzert ist nicht Teil der Konzertreihe. Für Sonderkonzerte gelten die Abonnements nicht.

 

 

Zum Ensemble

Der Barockgeiger Martin Jopp, der Gambist Christian Zincke und die Cembalistin Anne Marie Dragosits sind spezialisiert auf die historische Aufführungspraxis und Interpretation Alter Musik. Ihr Repertoire umfasst Kompositionen vom Frühbarock bis zur Klassik. Neben ihren Tätigkeiten als praktizierende Musiker auch in anderen Ensembles und Orchestern (Freiburger Barockorchester, Barockorchester L’ orfeo, Main-Barockorchester Frankfurt, Echo du Danube u. a.) sind alle drei auch gefragte Dozenten an Hochschulen, Kursen und Seminaren.

Martin Jopp – Barockgeige

Martin JoppMartin Jopp begann mit dem Geigenspiel im Alter von 7 Jahren bei Susanne Hecklinger in Tübingen. Nach dem modernen Violinstudium bei Prof. Werner Keltsch in Stuttgart schloss er ein Studium der Barockvioline bei Prof. Gottfried von der Goltz in Würzburg mit dem Meisterklassendiplom ab. Bereits während des Studiums spielte er in vielen Orchestern und Kammermusikformationen und hatte dabei zahlreiche Gelegenheiten, solistisch aufzutreten.

Heute spielt Martin Jopp im L’Orfeo Barockorchester (Michi Gaigg), im Barockorchester Stuttgart und der Hofkapelle Stuttgart (Frieder Bernius), als Konzertmeister im Main-Barockorchester Frankfurt und im Kammerorchester Barucco (Wien) sowie zahlreichen anderen Ensembles.

Kammermusikalisch wirkt er in den Ensembles Echo du Danube und La Bergamasca.

Solistische CD-Aufnahmen erschienen mit Violinkonzerten von Telemann, Molter, Hertel, und Fasch sowie Kammermusik des Barock und Frühbarock. Martin Jopp spielt auf einer Violine des Tiroler Meisters Jacobus Stainer von ca. 1650.

Anne Marie Dragosits – Cembalo

anne–marie dragosits awAnne Marie Dragosits studierte bei Wolfgang Glüxam an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien und bei Ton Koopman und Tini Mathot am Koninklijk Conservatorium Den Haag.

Sie tritt als Solistin und als begehrte Continuospielerin in ganz Europa auf und spielt regelmäßig mit Kammermusikformationen wie L’Arcadia, Vivante, les Sentimens, Musica Alchemica und Barocksolisten München oder mit Orchestern wie Barucco, L’Orfeo Barockorchester, Capella Leopoldina oder Camerata Salzburg.

Ihr Ensemble Vivante gewann im Mai 2005 den ersten Preis beim J. H. Schmelzer-Wettbewerb der Internationalen Barocktage Stift Melk, seitdem spielte Vivante u. v. a. bei den Resonanzen im Wiener Konzerthaus, beim Festival van Vlaanderen Brugge, der Residenzwoche München, Rheinvokal, Osterfestival Tirol oder Itinéraire Baroque.

Anne Marie Dragosits ist auf zahlreichen Einspielungen zu hören, soeben erschien ihre erste Solo-CD mit italienischer Cembalomusik aus dem siebzehnten Jahrhundert, aufgenommen auf dem originalen Giusti von 1681 im Germanischen Nationalmuseum.

Christian Zincke – Viola da gamba

Christian ZinckeGeboren in Wien, studierte Christian Zincke Viola da Gamba bei Jaap ter Linden, Rainer Zipperling und Philippe Pierlot und absolvierte sein Diplom am Koninklijk Conservatorium in Den Haag.

Er liebt es, in Bibliotheken, Dissertationen und dem Internet nach bislang unerhörter Musik zu forschen. Einige Entdeckungen aus dieser Tätigkeit gibt er in der Edition Walhall heraus. Diese äußerst spannende Arbeit sieht er als wichtigen Aspekt des Musikerdaseins und als Quelle neuer Inspiration. Außerdem versucht er Menschen aller Altersgruppen das Gambenspiel zu vermitteln.

Christian Zincke spielt auf einer Viola da Gamba aus Sachsen, ca. 1710 bzw. einem Violone aus dem Alemannischen Raum aus dem frühen 17. Jahrhundert.

Christian Zincke konzertiert europaweit als Solist und Continuospieler. Er ist Mitglied namhafter Ensembles wie La Stagione Frankfurt, Camerata Köln, dem Main-Barockorchester Frankfurt, Capella Thuringia, Bell’Arte Salzburg, Hamburger Rathsmusik, Marais Consort u. a., mit denen er CDs und Rundfunkaufnahmen einspielt und in ganz Europa konzertiert.